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Künstlerköpfe – Einleitung
EIN Projekt VON Uwe Kobold

Künstlerköpfe

Sechs Porträts. Sechs Begegnungen mit Menschen, die ich seit Jahren kenne. Die ich beobachtet habe, wenn sie über ihre Arbeit sprechen, und deren Gesichter ich nie ganz von dem trennen konnte, was sie machen.

Die Serie Künstlerköpfe zeigt sechs Künstlerinnen und Künstler aus der Region. Fotografiert im Umfeld ihrer eigenen Arbeiten. Was dabei entsteht, ist keine Antwort, sondern eine Frage: Verändert das Werk den Menschen, der es schafft? Oder erschafft der Mensch nur, was er längst ist? Jedes Bild ist eine subjektive Momentaufnahme, ein Fragment aus der Zeit, das diese Spannung nicht auflöst, sondern sichtbar macht.

„Naturwissenschaft und Kunst, beide brauchen Neugierde, Inspiration und Wagemut."
KAIROS Art Studio · © 2026 Uwe Kobold
Künstlerköpfe – Egon Stöckle

Egon Stöckle

Skulptur

Zuerst Philosophie und Theologie, dann die Kunst — mit 22, ohne konkreten Anlass. Er sagt, der Anlass stecke in einem drin. Meisterschüler von Heinrich Kirchner in München, seit Jahrzehnten freischaffend, heute 89 Jahre alt. Seine Werke im öffentlichen Raum stehen in München, Augsburg, Memmingen, Landsberg, Tirol und Sachsen. Herkomer-Preis Landsberg, Höger-Kunstpreis Kaufbeuren. Im Porträt: Bildhauer und Plastik, Gesicht an Gesicht — zwei Köpfe aus demselben Material.

Ausstellungsarbeit
Egon Stöckle – Ausstellungsbild
Weitere Arbeiten
Variante I I
Variante II II
KAIROS Art Studio · © 2026 Uwe Kobold
Künstlerköpfe – Jos Huber

Jos Huber

Malerei

Mit neunzig Jahren zeigt Huber sieben Triptychen im Stadtmuseum — die Schaffenskraft ungebrochen. Begonnen hat er als Lithograph; die Altmeistertechnik wurde seine Sprache: Bleistiftskizze, farbiger Entwurf, penible Übertragung. Ihn fasziniert die altmeisterliche Maltechnik, die er mit modernen Mitteln nachvollzieht. Seine Bilder sind Allegorien: Theatralische Szenen mit Masken, Akten und mythologischen Figuren, in denen Schönheit und Vergänglichkeit, Spiel und Ernst untrennbar ineinandergreifen. Dürer ist in seinen Bildern kein Zitat, sondern Gesprächspartner. Buch, Krone, Figur drängen ins Porträt.

Ausstellungsarbeit
Jos Huber – Ausstellungsbild
Weitere Arbeiten
Variante I I
II
KAIROS Art Studio · © 2026 Uwe Kobold
Künstlerköpfe – Heide Karin Konwalinka

Heide Karin Konwalinka

Malerei

Architektur in Wien summa cum laude, Fulbright-Stipendium an der Columbia University New York, Stadtplanerin in Frankfurt. Dann der Schwenk zur Malerei — Studium am Städel, Sommerakademie Salzburg bei Immendorff und Nitsch. 86 Jahre, Ausstellungen in Wien, Linz, Wiesbaden, Frankfurt, Innsbruck, Salzburg, Graz. Ihre Werkgruppen heißen Menschenbilder – Seelenbilder, Suche nach Weiblichkeit, Ikonen der Göttin — Themen, die sie über Jahrzehnte verfolgt. Sie lädt ein, „ein Bad zu nehmen in sinnlich bewegter und geformter Farbe" und sieht Farbe als „vibrierenden Lichtraum, aus dem Zeitgeist geboren". Das Porträt nimmt das wörtlich: die Figur löst sich auf in Türkis, Rot, Gelb — was bleibt, ist Energie.

Ausstellungsarbeit
Heide Karin Konwalinka – Ausstellungsbild
Weitere Arbeiten
Variante I I
Variante II II
KAIROS Art Studio · © 2026 Uwe Kobold
Künstlerköpfe – Wolf Schindler

Wolf Schindler

Malerei Grafik

Schindler hat das Kunstforum Weilheim mitgegründet und seither als Schatzmeister geprägt. Einzelausstellungen in München, Lübeck und Bonn-Bad Godesberg. 83 Jahre, und seit Mitte der neunziger Jahre Maler. Natur, Musik, Literatur sind seine Quellen — Farben und Zeichen stehen bei ihm wie Chiffren für das Dahinterliegende. Das Porträt: Schwarz-Weiß, ein Einschlag Rot, Gesichter übereinander. Der Blick geht nicht zur Seite, er geht in die Tiefe.

Ausstellungsarbeit
Wolf Schindler – Ausstellungsbild
Weitere Arbeiten
Variante I I
Variante II II
KAIROS Art Studio · © 2026 Uwe Kobold
Künstlerköpfe – Maximilian Mirlach

Maximilian Mirlach

SKULPTUR Malerei Grafik

Goldschmied, Objektkünstler, Grafiker — und zeitweise in Auroville, der internationalen Utopiestadt in Südindien. Seine Spindel aus Edelstahl, 5,4 Meter hoch, steht dauerhaft auf dem Skulpturenweg Wörthsee. Die Rote Welle mitten im Au-Weiher ist Station auf dem Skulpturenweg Weilheim. Mirlach nennt sein Konzept minimalistisch: Farbe als Signal, Bewegung gegen Stille, Form gegen Umgebung. 81 Jahre, Schmuckausstellungen in München, Berlin, Frankfurt, New York — und nun im Porträt selbst: eine Kontur im grünen Liniengeflecht, Präzision und Abstraktion ungetrennt.

Ausstellungsarbeit
Maximilian Mirlach – Ausstellungsbild
Weitere Arbeiten
Variante I I
Variante II II
KAIROS Art Studio · © 2026 Uwe Kobold
Künstlerköpfe – Christian S. Bolley

Christian S. Bolley

Zeichnung COLLAGE MALEREI

Modegrafiker und Designer, erst in Salzburg, dann in Weilheim — und von Anfang an dabei, als das Kunstforum Weilheim gegründet wurde. Die Aktzeichnung zieht sich durch all das hindurch. Collagen entstehen bei ihm langsam, werden übermalt, überlagert — Schichten aus Gefühlszuständen, die sich setzen müssen. Im Porträt nehmen seine Linien den Bildraum in Besitz, er selbst weicht ins warme Rot-Ocker zurück.

Ausstellungsarbeit
Christian S. Bolley – Ausstellungsbild
Weitere Arbeiten
Variante I I
Variante II II
KAIROS Art Studio · © 2026 Uwe Kobold
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